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Inzwischen gibt es vom Kafe Marat und vom aka_muc eigene Aufrufe zur Demo am 18.03..
Auch das Thema des Abends vom Öku-Büro steht fest.

Aufruf aus dem Kafe Marat zur Antirepressionsdemo am 18.3. in München:

Finger weg von linken Läden!

Vier mal wurde nun innerhalb der letzten paar Monate der Infoladen im Kafe Marat durchsucht. Als Vorwand wurde jedesmal die Zeitschrift Interim, ein wöchentliches autonomes Berliner Infoblatt, herangezogen. Dass es bei den Durchsuchungen aber nicht primär um die Sicherstellung möglichst vieler der inkriminierten Texte geht, sondern um eine politisch motivierte Strafverfolgung, wird schnell klar. So wurden die Razzien nicht zur Zeit der Strafanzeige durchgeführt sondern teilweise erst Monate später und zwar meist vor einer größeren linken Aktion in der Stadt, wie etwa zuletzt kurz vor den Protesten gegen die Sicherheitskonferenz hier in München. Es handelt sich hier um einen Angriff auf linke Strukturen, diese sollen weiter ausgeforscht und eingeschüchtert werden. Einzelpersonen aus dem Kafe Marat werden mit Anzeigen wegen Aufruf zu Straftaten überzogen und Besucher_innen der Räumlichkeiten in ihrer Freiheit eingeschränkt. So wurde beispielsweise bei der letzten Razzia einer durch Zufall anwesenden Person, unter Androhung unmittelbaren Zwangs, eine Speichelprobe entnommen.

Aber nicht nur in München, auch in Berlin kommt es in regelmäßigen Abständen zu Razzien in linken Buch- und Infoläden. Wir solidarisieren uns mit diesen Projekten. Es sollte klar sein, dass wir alle von dieser Repression betroffen sind. Wir alle profitieren von der Existenz linker Läden und ein Angriff auf diese bedeutet einen Angriff auf die emanzipatorische Bewegung als Ganzes.

Wenn die staatlichen Repressionsorgane mit ihrem Vorhaben durchkommen, würde das bedeuten, dass Buchhändler_innen für die Inhalte der in ihren Läden ausliegenden Bücher und Zeitschriften verantwortlich gemacht werden können. Buchläden sollen so eingeschüchtert werden und als eine vorgelagerte Zensurbehörde des Staates fungieren.

Wir lassen uns nicht vorschreiben was wir zu lesen oder zu denken haben.
Deshalb kommt alle am 18. März, dem Tag der politischen Gefangenen, zur Demo gegen Grenzen, Knäste und die Welt, die sie benötigt um 18 Uhr am Gärtnerplatz.

Die Zähne zeigt wer’s Maul aufmacht!
euer Kafe Marat-Kollektiv